
Wer ist Melanie Bangert?
Ich bin in Frankfurt am Main geboren, im Taunus aufgewachsen und dann wieder nach Frankfurt gezogen. Kurz gesagt: Ich bin ein ‚Frankforder Mädsche‘. Mit zehn Jahren stand ich das erste Mal alleine auf einer Bühne und hielt eine Büttenrede. Den mochte Kontakt mit dem Publikum, die Reaktionen und der Applaus waren sofort mein Ding. Dass daraus kein Beruf wurde, hatte einen einfachen Grund, dass Büttenrednerin kein Job ist, mit dem man seinen Lebensunterhalt verdient. Dachte ich damals.
Was ich wenige Jahre später, mit 14 Jahren, ganz sicher wusste war, dass ich Kinderkrankenschwester werde. Nicht irgendwann, sondern so bald als möglich. Sicherlich auch, weil meine Tante für mich ein Vorbild war.
Arbeiten und funktionieren
Ich arbeitete viele Jahre in der Kinderintensivmedizin und in der Neonatologie.
Der Alltag dort ist hochkonzentriert, emotional dicht und dauerhaft fordernd. Wir begleiteten Kinder und Familien durch extrem belastende Situationen. Wir funktionierten, verlässlich, professionell und auch wenn wir müde sind.
Was mir auffiel: Für die Patient:innen wurde alles getan. Für die eigene psychische Gesundheit viel zu oft nicht. Ich sah Kolleg:innen, die weit über ihre Grenzen gingen. Und ich merkte, dass auch ich mir körperlich und seelisch zu viel zumutete.
Ein Perspektivwechsel
2009 veränderte sich mein Blick auf die Arbeit in einem Krankenhaus grundlegend.
Ich war inzwischen gewählte Betriebsrätin und für diese Arbeit freigestellt. Plötzlich stand ich nicht mehr nur mitten im Geschehen, sondern schaute auf das Gesamtsystem.
Auf Strukturen, auf Entscheidungen, auf Führung und auf die Bedingungen, unter denen Menschen Tag für Tag arbeiteten.
In dieser Zeit kam ich mit dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement in Berührung.
Mir wurde schnell bewusst, dass Gesundheit am Arbeitsplatz nicht privatisiert werden darf. Es braucht Menschen, die Verantwortung dafür übernehmen.
Diese Menschen als Führungskräfte wissen allzu oft nichts über die Verantwortung, die sie tragen. Das hat mich geprägt und ausgerichtet.
Melanie Bangert
- Bachelor of Health and Social Services (CCI) – gepr. Fachwirtin
- Fachkraft für betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK)
- zertifizierte Trainerin für das Seminarprogramm „Gesund führen“ nach A. K. Matyssek
- do care®Klärungshelferin (IfK)
- Mental Coach
- Entspannungspädagogin & Entspannungscoach (FH Potsdam)
- Resilienz Trainerin

Verantwortung nicht scheuen
In den folgenden Jahren übernahm ich selbst Positionen im mittleren und oberen Management im Gesundheitswesen. Dort habe ich habe mich intensiv mit Mitarbeitergesundheit, Führung, Motivation, Kommunikation und Kultur beschäftigt. Ich mag es, Verantwortung zu tragen, weil Gestaltung sonst anderen überlassen wird.
Deswegen wurde mir schnell klar, in Führungsrunden darüber reden reicht nicht. Wir müssen handeln.
Wie ich ticke und warum das andere stärkt
Ich denke eigenständig. Ich folge nie automatisch Mehrheiten, Konzepten oder Moden.
Selbstbestimmung ist für mich kein Ideal, sondern Voraussetzung, um klar zu bleiben und andere nicht klein zu machen.
Was mich stärkt, ist echter Kontakt. Aufmerksam, ehrlich, zugewandt. Ich halte Widersprüche aus und ich bleibe, auch wenn es unbequem wird.
Humor ist schon immer mein wichtigster Resilienzfaktor, weil er schwierige Momente auflockert und weil gemeinsames Lachen Verbindung schafft. Selbst dann, wenn es sonst nichts Verbindendes gibt.
Mein Humor darf auch rabenschwarz sein, wenn es darum geht, meine Seele zu schützen. Die vielen Jahre in der Intensivmedizin haben mich da sehr geprägt.
Hoffnung ist für mich kein naives Gefühl. Sie ist meine bewusste Haltung. Als fundierte Optimistin weiß ich, dass Entwicklung möglich ist, nicht immer leicht, aber realistisch.
Mich leitet ein ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit. Ich schaue genau hin, wer gehört wird und wer nicht. Wer geschützt ist und wer sich permanent selbst schützen muss. Weitsicht heißt für mich, Verantwortung nicht an der eigenen Rolle enden zu lassen.
Das ist meine Haltung. Manchmal müssen Menschen erst einmal oder zweimal atmen, um damit umgehen zu können.
Mein Weg heute
Seit 2017 arbeite ich selbstständig als Trainerin, Beraterin und Coach. Ich begleite Organisationen, Führungskräfte und Teams in Fragen von psychischer Gesundheit, Führung, Zusammenarbeit und Konfliktklärung.
Ich arbeite systemisch und ganzheitlich. Am liebsten verbinde ich Praxiserfahrung mit wissenschaftlich fundierten Perspektiven, unter anderem aus der Positiven Psychologie.
Es liegt mir fern Menschen zu optimieren. Ich liebe es Orientierung zu ermöglichen.
Und ganz persönlich
Heute lebe ich in Schleswig-Holstein, bin gern draußen, am Wasser und in der Natur. Dort sortiere ich Gedanken, finde Ruhe, oft auch neue Fragen.
Wenn du jemanden suchst, der hinschaut, Verantwortung ernst nimmt und mit Klarheit, Menschlichkeit und Humor arbeitet, dann lohnt es sich, wenn wir uns bald kennenlernen.